ich bin freizeitspieler, ein lowrollender noch dazu. trotzdem nimmt poker einen recht großen teil meiner freizeit ein.
neben dem eigentlichen spielen treibe ich mich in foren herum, lese blogs und bücher, schaue videos.
mein spielvolumen in gespielten händen oder sngs ist gegenüber dem der meisten leute (aus dem forum) gering. meine winnings übrigens auch ;) ersteres liegt aber zum großen teil weniger an der zeit, die ich mit spielen verbringe, sondern eher daran, dass horse und co wenig multitabling-geeignet sind.
ein paar artikel und blog-einträge, auch pokerfremde, haben mich dazu gebracht, mein hobby zu hinterfragen:
macht es mich "glücklich"?
entwickle ich mich weiter dh werde ich besser?
passen aufwand und ergebnis zusammen?
ich spiele seit april 2007, wobei ich die ersten 6 bis 8 monate meiner "karriere" gern unter den tisch fallen lasse, weil es wirklich nur rumgedonke war und ich einiges an lehrgeld bezahlt habe. jeder hat nlhe gespielt, also musste ich das auch. dachte ich zumindest.
es folgte eine zeit der suche nach der richtigen variante (und nicht mehr so viel lehrgeld) bis ich ca. im april 08 stud bzw. stud8 gefunden habe und eigentlich nur noch stud, meist cashgame, gespielt habe. das war eigentlich der zeitpunkt, an dem ich tatsächlich angefangen habe, profit zu machen.
das bisherige highlight meiner "karriere" kam dann am 14. juni 08:
mein erster ft und mtt-sieg. woohoo.
ab herbst 08 fing ich an, vermehrt horse zu spielen, die
horse challenge und ich konnte im juni mein erstes jahresziel für 2008, den dc account, abhaken.
civ hat "das ding" mit dem glücklichsein
in seinem letzten eintrag ganz gut beschrieben und ich fühlte mich gleich an tommy angelo erinnert (siehe auch
hier). beantworten konnte ich die frage für mich noch nicht so richtig.
wenn ich mir den gesamtverlauf meines pokerlebens so anschaue, denke ich schon, dass ich mich entwickelt habe und teils gute entscheidungen getroffen habe. zb andere varianten auszuprobieren, auch wenn das im gegenzug heißt, dass die informationsquellen eingeschränkter sind. nicht falsch verstehen, es gibt natürlich informationsquellen und austauschmöglichkeiten, wer suchet der findet.
was das abwägen von aufwand und ergebnis angeht gibt es wohl keine allgemeingültige formel und hat viel mit subjektivem empfinden zu tun.
wenn ich von einzelnen pötten lese, die größer sind als meine sng gewinne von sechs monaten dann ist das schon irgendwie absurd.
klar haben auch diese leute nicht auf dem limit angefangen, sondern sich hochgearbeitet. klar ist es äpfel mit birnen vergleichen. aber aber aber...
und nein, das ist kein abschiedspost :) es beschäftigt mich nur zur zeit.